Ambivalente Moderne. Judenbild und Nation bei Gustav Freytag

Noch einmal Christine Achinger, wieder vom FSK produziert und gesendet und abermals über Antisemitismus: Ein Vortrag über die Ambivalenz der Moderne und die antithetische Begründung der deutschen Nation. Anhand des Romans »Soll und Haben« zeigt Achinger, wie auch liberale deutsche Autoren (des 19. Jahrhunderts) wie Gustav Freytag „den Juden“ als Projektionsfigur für die negativen, abstrakten Phänomene des Kapitalismus nutzen, und dass moderner Antisemitismus nicht rassistisch-biologistisch begründet sein muss.

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Gesamtlänge: 2 Stunden

Audiocharakteristika:

Download (mp3, mono, 56 kbit/s, Gesamtgröße: 48,5 MB)
via AArchiv: Teil 1, Teil 2
via MF: Teil 1, Teil 2

Beschreibung auf FRN:

Der zweite Vortrag der Sendereihe „Geschichte und Kritik des Antisemitismus“, gehalten von Christine Achinger, ist ein Versuch der Analyse literarischen Antisemitismus. Am Beispiel des Romans „Soll und Haben“ von Gustav Freytag zeigt Achinger die ambivalente Stellung der Moderne – sprich: das Narrativ einer „guten” (deutschen) und einer moralisch „verwerflichen” (jüdischen) Moderne – im liberalen antisemitischen Weltbild auf. Der Vortrag zeigt eindrucksvoll die Komplexität und argumentative Geschlossenheit des (modernen) antisemitischen Stereotyps auf.

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