Archiv für Mai 2009

Interview mit Roger Behrens

Schon etwas älter (2004), gefunden bei Beatpunk auf der Public Information Platform. Themen wie so oft bei Behrens: Kulturindustrie, Pop(diskurs), Kulturlinke, Subkultur, Antiamerikanismus und weitere. Als Playlist oder die sechs Teile im einzelnen zum Download:

Begriffe (1), Begriffe (2), Popmusik, Independet und Subkultur (1), Independet und Subkultur (2), Nation und Pop

(Gesamtlänge: 1:36h; mp3, 128kbit/s, stereo; 88,1 MB)

Alternativ auch bei Mediafire.

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Gewaltlose Emanzipation – »Graswurzelrevolution«?

Kurzbeschreibung: Neben dem Konzept „Barrikaden bauen, Polizisten verhauen“ (wie ich es mal ironisch nennen würde), jenseits des bewaffneten Aufruhrs, gibt es seit jeher auch die Bemühung um eine gewaltfreie soziale Revolution von unten, eine »Graswurzelrevolution«. Deshalb hier zwei Beiträge von/mit MitarbeiterInnen der gleichnamigen Zeitung:

1. Ein Studiogespräch in zwei Teilen, mit Musik. Beschreibung auf FRN, Download Teil 1, Teil 2
(54 Minuten Gesamtlänge; mp3, 128 kbit/s, stereo; 49 MB)

2. Ein Vortrag zum gewaltfreien Anarchismus von den frühen Anfängen bis zu den neuen sozialen Bewegungen, gehalten von Lou Marin im Rahmen der libertären Reihe. Download bei archive.org oder hier.
(1:47 h Gesamtlänge; mp3/ogg, 64 kbit/s, mono; 48,7 MB)

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Wie kann Wirtschaft natürlich sein?

Das biologistische Heilsversprechen der Freiwirtschaftslehre

Kurzbeschreibung: Vortrag von Peter Bierl zur Gesell’schen Freiwirtschaftlehre, der in mancherlei Hinsicht elaborierter als die bisherigen Beiträge zu diesem Thema ist. Er rekurriert im Verlauf des Referats auf Marx, Gesells Gegenentwurf zu diesem, auf den Antisemitismus (mit Bezug auf Claussen & Postone), Rassismus, die völkische Ideologie u.v.m. und versteht es, Gesells Theorie auch ökonomisch zu desavouieren. Außerdem nimmt er die gern angeführten Musterbeispiel für Schwundgeld, Woergl und Argentinien, auseinander.

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN

Download: via AArchiv (31 MB, 1:08 h)

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»Ich nenne es Sozialismus«

Sahra Wagenknecht spricht über das Weltfinanzsystem und seinen Zusammenbruch und erweist sich, wo sie Forderungen stellt, ganz und gar als Politikerin (»in der Tradition von Marx und Luxemburg« gar). Wer’s erträgt, kann es sich bei FRN anhören.

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»Dein Körper ist ein Schlachtfeld.« Bipolare Geschlechtlichkeit und »Intersexualität«

Kurzbeschreibung: Unter dem Titel »Dein Körper ist ein Schlachtfeld« wurden Mitte 2004 zwei Sendungen zur Kritik der gesellschaftlichen Zweigeschlechtlichkeit und über den Umgang mit sog. „intersexuellen“ Menschen produziert. Die zweite befasst sich in tendenziell postmoderner Ausrichtung mit Körper selbst, der sexuellen Identität und dem Schönheitswahn.

Die Zwei-Geschlechter-Ordnung wird durch Vieles hergestellt, legitimiert und abgesichert. Es wird die medizinische Praxis aufgezeigt, wie zwei Geschlechter gemacht werden. Darüberhinaus werden noch weiter Konstruktionsfelder angesprochen, in denen die Geschlechtsidentität gebildet wird und recht kurz wird noch auf eine gesellschaftliche Funktion von Geschlecht und die Widerstandperspektiven sowie ihre Weiterentwicklung eingegangen.

Im Fokus steht [im zweiten Teil] der Körper selbst. Beleuchtet wird er aus verschiedener Perspektive. Einmal, wie er Geschlechtsidentität produziert, aber auch wie Herrschaftsverhältnisse und Ordnungen in ihn eingeschrieben werden.

Mitwirkende: Björn und Marc von Radio Unerhört Marburg

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN (1), (2)

Audiocharakteristika: mp3, mono, 64 kbit/s

Download: via AArchiv (Teil 2 in Kurzform ohne Musik, lang mit Musik)

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Die Gegenwart des Antisemitismus

Kurzbeschreibung: Die FSK-Sendung dokumentiert einen Vortrag von Antisemitismusforscher Klaus Holz über die »semantische« Struktur des Antisemitismus und einen Teil der anschließenden Diskussion.

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN

Gesamtlänge: Zwei Stunden

Audiocharakteristika: mp3, mono, 56 kbit/s

Download und Livestreaming (Gesamtgröße: 50,2 MB), oder: Teil 1, Teil 2

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Ambivalente Moderne. Judenbild und Nation bei Gustav Freytag

Noch einmal Christine Achinger, wieder vom FSK produziert und gesendet und abermals über Antisemitismus: Ein Vortrag über die Ambivalenz der Moderne und die antithetische Begründung der deutschen Nation. Anhand des Romans »Soll und Haben« zeigt Achinger, wie auch liberale deutsche Autoren (des 19. Jahrhunderts) wie Gustav Freytag „den Juden“ als Projektionsfigur für die negativen, abstrakten Phänomene des Kapitalismus nutzen, und dass moderner Antisemitismus nicht rassistisch-biologistisch begründet sein muss.

Links zum Beitrag:

Gesamtlänge: 2 Stunden

Audiocharakteristika:

Download (mp3, mono, 56 kbit/s, Gesamtgröße: 48,5 MB)
via AArchiv: Teil 1, Teil 2
via MF: Teil 1, Teil 2

Beschreibung auf FRN: (mehr…)

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Das bürgerliche Subjekt und seine Feinde. Antisemitismus und Antifeminismus bei Otto Weininger

Diese Sendung enthält einen von kurzen Musikeinschüben und redaktionellen Zusammenfassungen unterbrochenen Vortrag (samt Diskussion) von Christine Achinger und wurde Ende 2005 vom FSK Hamburg produziert und gesendet. Achinger zeigt anhand des Buches »Geschlecht und Charakter« (1903), wie sich das bürgerliche (männliche) Subjekt prekär gegen „die Frau“ und „den Juden“, also misogyn und antisemitisch, konstituiert, weil es als entkörperlichtes, aller Natur, aller Gesellschaft und aller Geschichtlichkeit enthobenes Genie alle Anteile seiner selbst, die darin nicht aufgehen, auf verschiedene „Anti-Subjekte“ projizieren muss, um seine eigenen Widersprüche zu integrieren.
Achinger nimmt dabei Bezug auf Freud und die Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno und kommt interessanterweise zu ganz ähnlichen Einsichten wie die Wert-Abspaltungskritik von Roswitha Scholz, Robert Kurz et al. Für deren Ansatz spricht auch der Umstand, dass sich im Idealsubjekt auf eigentümliche Weise Aufklärung (Transzendentalsubjekt von Kant) und Gegenaufklärung (romantisches Genie z.B. bei Nietzsche) verschränken. Außerdem unternimmt die Abspaltungstheorie den Versuch, die Anteile der Misogynie und des Antisemitismus an der modernen Subjektkonstitution, wie sie im Vortrag beschrieben sind, in Beziehung zu setzen zu anderen Ideologien wie Rassismus gegen sog. „Zigeuner“ oder People of Color. Aber das nur am Rande.

Audiocharakteristika: mp3, mono, 56 kbit/s, ~2 Stunden

Download
via AArchiv: Teil 1, Teil2
via MF: Teil 1, Teil 2 oder hier (Gesamtgröße: 48,5 MB)

Beschreibung auf FRN: (mehr…)

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Zum (schwierigen) Verhältnis von Kapitalismus und Antisemitismus

Fabian Kettner (Rote Ruhr Uni) hat auf dem Antifacamp 2007 in Oberhausen einen sehr interessanten Vortrag zum Verhältnis von Kapitalismus und Antisemitismus gehalten, der sich vor allem mit zwei Erklärungsmustern der nationalsozialistischen Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden auseinandersetzt, die dieser eine zugrundeliegende Rationalität unterstellen. Auch Texte zu dieser Problematik hat Kettner verfasst, z.B. »Die Zeugen der Anklage. Traditionslinien in Enzo Traversos Gesellschaftskritik«

Download: via AArchiv (1:07 h, 56 kbits, mono, 27 MB)

Ankündigungstext:

Logische Folge, Ausdruck, Verschleierung? Die Positionierung des Antisemitismus zum Kapitalismus.
Antisemitismus ist ein Wahngebilde, eines, in dem negative Erfahrungen der Menschen in der vergangenen wie gegenwärtigen Durchsetzung des Kapitalverhältnisses verarbeitet werden. Aber eben nicht einfach nur irgendwie verarbeitet, sondern auf eine bestimmte Art und Weise und mit einer bestimmten Richtung: von dem ablenkend und das verschleiernd, was die Individuen belastet – und eben auch: die Individuen weiter in das verstrickend, was sie unterdrückt. Der Antisemitismus ist so eine dramatische Inszenierung von Aufbegehren, in dem aggressiv vorgegeben wird, wie man fürderhin beherrscht werden möchte. Im Opfer, dem Juden, fällt all dies zusammen: Selbstermächtigung, Liquidierung des Verhassten, Herrschaft über andere und sich selbst. Zwischen Antisemitismus und Kapitalismus kann auf verschiedene Weise ein Zusammenhang hergestellt werden. Aber ist er auch dessen logische und notwendige Folge? Kann der Kapitalismus für den Antisemitismus verantwortlich gemacht werden? Bleibt er im Horizont des Kapitalismus befangen – oder sprengt er ihn? Wie positioniert sich der Antisemitismus zum Kapitalismus?

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Kritik alternativer Geldtheorien (III): Gesell und die »Natürliche Wirtschaftordnung«

Kurzbeschreibung: Zum Thema »Eine andere Welt mit welchem Geld?« diskutieren Elmar Altvater, emeritierter Professor für politische Ökonomie, und Klaus Popp, Referent der Initiative für eine Natürliche Wirtschaftsordnung. Zu eben dieser gibt es außerdem ein aktuelles Telefoninterview auf FRN.

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN

Texte zum Thema:

Gesamtlänge: 1:05 Minuten

Audiocharakteristika: mp3, mono, 80 kbit/s

Download: hier oder hier (Gesamtgröße: 37 MB)

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Kritik alternativer Geldtheorien (II): Einfache Warenproduktion

Nadja Rakowitz, Autorin des Buches »Einfache Warenproduktion. Ideal und Ideologie« zu genau diesem Thema. Der Vortrag wurde 2007 beim Seltsamen Zusammenschluss gehalten.

Audiocharakteristika: mp3, mono, 80 kbit/s; 1:10h Referat, 1:17h Diskussion, insgesamt 63,5 MB

Zum selben Thema gibt es ebenfalls von Rakowitz einen aktuelleren Vortrag, der 2009 im Rahmen der »Satellitenseminare« bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung gehalten wurde und auch von dieser dokumentiert wird. Kritisiert werden darin vor allem Pierre-Josepf Proudhon und Silvio Gesell. (ca. 40 Minuten Länge)

Download:
Kleine Fassung (mp3, mono 48 kBit/s; 14,1 MB)
Große Fassung/Original (mp3, stereo, 128 kBit/s; 37,7 MB)

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Subversive Theorie: »die Sache selbst« und ihre Geschichte

Als hundertsten Audiobeitrag gibt es eine im Rahmen von Context XXI produzierte Hörbuchfassung der vergriffenen letzten Vorlesung des Politik- & Staatskritikers Johannes Agnoli.

Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine Abschiedsvorlesung an der FU-Berlin. Beginnend mit dem Alten Griechenland und dem Spartakusaufstand über die Bauerkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michael Bakunin bis in die Gegenwart hinein zeigt Angoli was es heißt, den Antagonismus gegen Herrschaft und Ausbeutung zu praktizieren und ihn zugleich zu denken.

Die insgesamt 15 Kapitel in 14 Teilen sind beim Cultural Broadcasting Archive herunterzuladen. Alternativ können sie auch bei Mediafire, todesnacht.com und von unserem Server geladen werden.

An den mittlerweile verstorbenen Agnoli erinnern sich in der Sendung Ein Staatsfeind mit Lehrstuhl von Café Critique Michael Heinrich, Joachim Bruhn und Clemens Nachtmann. (mp3, 64 kbits, stereo, ca. eine Stunde)

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Von der Avantgarde zur Selbstreferenzialität

Kurzbeschreibung: In einem historisch ausgerichteten Vortrag zeigt Martin Büsser, Mitherausgeber der Zeitschrift „Testcard“ und Mitarbeiter im Ventil-Verlag, wie sich die künstlerische Avantgarde im 20. Jahrhundert entwickelte, welcher Avantgarde-Begriff den unterschiedlichen Strömungen zugrunde lag und welche Bewegungen sich auf je eigene Weise mit dem Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Politik auseinandergesetzt haben. Anschließend beschäftigt er sich mit den Problemen, die mit dem Auftreten einer Post-Avantgarde zutage treten. (mehr…)

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