Archiv für Juli 2009

Staat der Kapitalisten oder Staat des Kapitals?

Ingo Elbe befasst sich in diesem Vortrag mit Staatskritiken und -theorien in marxistischer Tradition. Insbesondere setzt er sich mit Lenin und dem Leninismus auseinander.

Vortrag samt Diskussion, 1:20 h, mp3, mono, Klangqualität mäßig

Original bei der Antifaschistischen Gruppe Braunschweig via Rapidshare, rar-Archiv, ~11,7 MB, ~20 kBit/s

Bearbeitung bei Mediafire, 24 kBit/s, 13,9 MB

Ein kürzer Überblicksvortrag zu marxistischen Staatstheorien ist hier abgelegt.

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Das Unbehagen in der Theorie. Von der linken instrumentellen Vernunft zur linken Alltagsmetaphysik

Kurzbeschreibung: Die Doppelfolge von N.P.C. beinhaltet einen Vortrag von Robert Kurz, gehalten auf dem „EXIT!“-Jahresseminar 2006. Er setzt sich darin mit kritischer und affirmativer Theorie/Praxis und dem schwierigen Vermittlungsverhältnis von Theorie und Praxis auseinander und plädiert für die Distanz kritischer Theorie zu sozialen Bewegungen.

Mitwirkende:
Moderation: Christian Höner
Referent: Robert Kurz

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN, Seminarprogramm

Gesamtlänge: 2 Stunden

Audiocharakteristika: mp3, mono, 64 kbit/s

Download: Teil 1, Teil 2 (Gesamtgröße: 54,7 MB) via AArchiv oder Fassung ohne Musik (ogg vorbis, 1:11 h, 35 MB)

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»Revolution oder Tod!?« Zur Kritik des Traditionsmarxismus/ML/Bolschewismus

Kurzbeschreibung: Kritischer Vortrag von Arno Netzbrandt, Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig, über den Leninismus, samt kurzer Diskussion. Veranstaltet und bereitgestellt von der Antifaschistischen Gruppe Braunschweig.

Gesamtlänge: 1:39 h

Audiocharakteristika: mp3, mono, 40 kbit/s

Download: Original bei Archive.org (ogg/mp3) oder Bearbeitung (selbe Länge, etwas lauter und kleiner: 28,4 MB)

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Material zu Bert Brecht

Über der Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht liegt der Schatten, dass er zu Stoff des Schul-Lehrplans geworden ist und von allen Seiten gewürdigt wird. Dass Brecht ein Nonkonformist gewesen ist, wird zwar oft betont, dass er in seinen theoretischen Schriften eine unversöhnliche Kritik der herrschenden Verhältnisse formuliert hat, wird aber gerade dadurch oft verdeckt. Für die marxistische Theoriegeschichte sind Brechts Beiträge von großer Bedeutung — u.a. seine Auseinandersetzungen mit Georg Lukács, seine dreißig Jahre zu spät veröffentlichten Beiträge zur Expressionismus- und Realismusdebatte, welche in der Exilzeitschrift „Das Wort“ geführt wurde oder seine produktive Verbindung zu Walter Benjamin sind von äußerster Wichtigkeit für die Entwicklung eines undogmatischen Marxismus gewesen. Es gilt Bert Brechts Vermächtnis kritisch in Gebrauch zu nehmen.

Leider steht erstaunlich wenig Audio-Material zu Bert Brecht zur Verfügung. Ich habe drei Beiträge zusammengestellt:

1. Radio Wissen – Bert Brecht: „Mutter Courage“ – Dieser Beitrag vom Bayrischen Rundfunk setzt sich mitt Brechts Stück Mutter Courage auseinander, hebt dabei ganz gut die psychoanalytischen Motive hervor und streut Bemerkungen zu Brechts Leben in das Feature ein. Hier hören (16:53 min)

2. Radio Quer: Wie ich das sehe: Brecht – Gedanken eines Außenseiters – Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Würdigung Brechts zu seinem fünfzigsten Todestag. Während die inhaltliche Auseinandersetzung mit Brecht eher mau ist, sind vor allem die zahlreichen originalen Tondokumente sehr höhrenswert. Download (27,5 MB; 60 min; mp3, mono, 64 kbps)

3. Bert Brecht: Glossen zu einer formalistischen Realismustheorie / Bemerkungen zum Formalismus – Zuletzt habe ich selbst zwei Texte von Bert Brecht eingesprochen, die zu seiner Lukács-Polemik gehören und m.E. bezeichnend für seine Position zur Expressionismusdebatte sind. Download (12,3 MB, 13:22 min; mp3, stereo; 128 kbps)

Über weitere Hinweise auf Audiomaterial zu Bert Brecht bin ich sehr dankbar.

Literatur zum Thema: (mehr…)

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Nationales Vergangenheitsrecycling. Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv

Sonja Witte (Kittkritik) stellt den von ihr mitverfassten Band »Deutschlandwunder. Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur« vor. Es sind zwei Mitschnitte dieses Vortrags verfügbar:

Einmal vom 03.11.2008 in Göttingen bei der Gruppe »B17« als mp3, 46 Minuten: Original oder nachbearbeitet (17 MB).

Und dann noch vom 27.01.2009 an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin gehalten und als 68minütige mp3-Datei hier verfügbar (34,9 MB).

Zuletzt wurde eine Aufnahme von Audioarchiv++ dokumentiert. Sie entstand am 23.11.2012 in Jena im Rahmen der Reihe »Erinnern, Vergessen, Verdrängen — Deutsches Erinnern an die Schoa«. Download

Ein Interview mit Tobias Ebbrecht über den Sammelband gibt es bei FRN.

(mehr…)

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Am »Punkt, wo die Psychoanalyse abdankt«: Freuds Rätsel der Massenbildung

Vortrag und Diskussion von und mit Sonja Witte zu Sigmund Freuds Kritik an der Massenpsychologie, gehalten auf dem Kittkritik-Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation im Mai 2008, bereitgestellt von der Gruppe B17.

Download der leicht nachbearbeiteten Dateien via AArchiv: Vortrag (41 Minuten / 14 MB), Diskussion (24 Minuten / 8 MB)

Audiocharakteristika: mp3, mono, 48 kBit/s

Eine Textfassung ist im Extrablatt erschienen.

Sonja Witte ist Kulturwissenschaftlerin, lebt in Bremen und promoviert derzeit zum Thema „Mensch und Maschine im Kino – Zur Bedeutung der Erinnerung in der medialen Vermittlung von Subjekt und Bild“. Zuletzt erschien von ihr „Wenn Deutsche zu sehr lieben. Sexualität und Geschlechterverhältnis im postfaschistischen Deutschland“, in: initiative not a love song (Hg.): Subjekt (in) der Berliner Republik, Verbrecher Verlag 2003 (zus. m. Carmen Dehnert und Lars Quadfasel). Sie ist unter anderem aktiv bei den „les madeleines“ und bei der Bremer Zeitschrift „Extrablatt – Aus Gründen gegen fast Alles“.

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50 Jahre »Das Prinzip Hoffnung«

Roger Behrens‘ monatlicher Radiobeitrag befasst sich im Juli mit Ernst Blochs Philosophie der Hoffnung, diesmal als freier Vortrag ohne Musikeinschübe. Den aufbereiteten Mitschnitt der Sendung könnt ihr hier herunterladen (mp3, joint-stereo, 64 kBit/s, 1h / 27,5 MB).

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Arbeitswahn, Krise und Wirtschaftspolitik

Zum verkehrten Zusammenhang von Politischer Ökonomie und deutschen Zuständen

Ein weiterer interessanter Vortrag von JustIn Monday und zwar über die nationalsozialistische Krisenbewältigung, gehalten bei der Gruppe B17 und von dieser auch freundlicherweise bereitgestellt.

Download (nachbearbeitet): via AArchiv | via MF
(mp3, mono, 40 kBit/s; 1:08 h; 19,6 MB)

Unter gesellschaftstheoretischen und ökonomischen Gesichtspunkten gilt der Nationalsozialismus üblicherweise als absoluter Ausnahmezustand. Die konservativ-bürgerliche Öffentlichkeit derjenigen, die von allem nichts gewusst hatten, weigerte sich ohnehin, einen Zusammenhang zwischen ihrer Gesellschaftsform und der antisemitisch, rassistischen Raserei herzustellen. Die Linke hingegen wusste sich jahrzehntelang einzureden, dass in den frühen Jahren der Bundesrepublik mit den Mitteln des
Marshallplans, also mit ausländischem Willen und gegen den der Bevölkerung, eine Politik zur Restauration des Kapitalismus betrieben worden sei. Die Betonung personaler Kontinuität in den Eliten musste paradoxerweise gleichzeitig dazu herhalten, die in der Restaurationsthese implizit enthaltene Behauptung des zumindest nichtkapitalistischen Charakters des Nationalsozialismus verdeckt zu
halten. Offenkundig hatte diese Betonung den Sinn, eine Beschäftigung mit dem antikapitalistischen Selbstverständnis der Volksgemeinschaftsideologie zu vermeiden. Mit dem heutigen Schwadronieren von der Vorherrschaft des Neoliberalismus wird diese Vermeidungsstrategie fortgesetzt.

Völlig aus dem Blickwinkel der Kritik gerät so, dass die vermeintliche Restauration des Kapitalverhältnisses bereits unmittelbar nach der Weltwirtschaftskrise, also während des Nationalsozialismus stattfand. Auch war sie keine Rückkehr in die Verhältnisse vor der Krise, wie es
die rückwärtsgerichtete Bezeichnung impliziert, sondern die im Sinne späterer Kapitalakkumulation produktive Integration des autoritären Staates in die Gesetze der politischen Ökonomie, die ohne den völkischen Antikapitalismus und die Vorstellung vom Staat als organischer Einheit nicht hätte vonstatten gehen können. Vom dabei entstandenen Zusammenhang von apolitischem Produktionswahn und ökonomischer Krise, der die deutschen Verhältnisse bis heute prägt, handelt diese Veranstaltung.

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Freier Markt im freien Fall. Kapitalismus in der Krise

Am 16. oder 17. Juni referierte Robert Kurz (Exit!) in Koblenz über die aktuelle Weltwirtschaftskrise. Auf Youtube gibt es den Videomitschnitt einer Teilnehmerin der Veranstaltung und hier eine nachbearbeitete Fassung des sehr einfach und einführend gehaltenen Vortrages. (mp3, mono, 40 kBit/s)

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