Der Aufstand in den Sinnscheißebergwerken

Der ganze Planet besteht aus Sinnscheiße. Warum muss man dann so tief in die Sinnscheiße-Bergwerke hinabsteigen, um unter entsetzlichen Qualen und unzähligen Opfern ein Material heraufzubefördern, das an der Oberfläche des Planeten in rauen Mengen herumliegt, wo man sich nur bücken müsste um es aufzuheben? Aber nur dadurch, dass wir die Sinnscheiße unter solchen entsetzlichen Qualen zu Tage fördern, erhält sie das wichtigste: Wert!

In dem Hörspiel „Aufstand in den Sinnbergwerken“ von Matthias Schamp wird auf amüsante Art und Weise, bereichert mit phantastischen musikalischen Zwischenspielen, die Sinnlosigkeit der kapitalistischen Arbeit geschildert. Und doch gibt es Aussicht: Den Hauptfiguren wird die Sinnlosigkeit der ganzen Schufterei bewusst und sie fangen an, sich anderen Dingen zu widmen. Damit bekommt die Geschichte aber leider einen idealistischen Charakter: Dadurch, dass sie sich der ganzen Scheiße einfach bewusst werden und mit Hilfe der Metaphysik, gelingt es ihnen die Sinnscheiß-Gesellschaft aufzulösen. Wenn der Feind nicht eine Rückenkratzbürste in die Hände bekommen hätte…

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6 Antworten auf “Der Aufstand in den Sinnscheißebergwerken”


  1. 1 alex 10. März 2010 um 18:43 Uhr

    „Die Datei, auf die Sie zugreifen möchten, ist derzeit leider nicht verfügbar.“

  2. 2 MoshMosh 10. März 2010 um 21:59 Uhr

    mist, wird so schnell als möglich behoben.

  3. 3 Download 11. März 2010 um 0:00 Uhr
  4. 4 anderer alex 11. März 2010 um 0:52 Uhr

    konnte es ohne Probleme herunterladen.
    habs trotzdem mal auf uploaded.to gespiegelt:

    http://uploaded.to/file/jx1f7o

    zum Inhalt:

    Wie hat das Hörspiel sich denn das Sternchen „Besonders hörenswert“ verdient?
    Was wird denn da für eine Gesellschaft beschrieben? Der fiese Aufsehertyp mit seinen Helfershelfern und auf der andern Seite die komplett verblödeten Ameisen, denen dann ein Messias erscheint? Also wirklich..

    Den Idealismus hast du ja selbst angemerkt, aber ich finde, dass man das Ding noch viel kritischer sehen muss.

    Hörspiel hin oder her, ich kann dem Ding keine positiven Gedanken entnehmen.

    Freue mich über andere Einschätzungen,

    MfG

  5. 5 Ernst 11. März 2010 um 1:07 Uhr

    Ich finde das Hörspiel ganz charmant. Allerdings muss mensch wahrscheinlich auch was für völlig abgefahrene und etwas verträumte Sachen übrig haben. Und vermutlich kann mensch von einer öffentlich-rechtlichen (SWR) Produktion auch nicht allzu viel Gesellschaftskritik erwarten. Z.B. kam mir der Oberbösewicht auch sehr stereotyp vor.

    Der idealistische Charakter der Geschichte stellt sich mir jedoch noch etwas komplizierter da. Schließlich ist anzunehmen, dass in einer Welt, die vollständig aus einer abstrakt-ideellen, aber offenbar beliebig konkretisier- und damit qualifizierbaren Substanz besteht, aus Sinnscheiße nämlich, und in der Schatten genäht werden, das Bewusstsein von anderer Bedeutung ist als in unserer.

    Ach ja, und warum heißt der Adjutant vom Bösewicht Hegel?

  6. 6 Anna 23. Juli 2010 um 16:17 Uhr

    Mich nervt das reaktionäre Geschlechterbild, das da präsentiert wird. Die Tapirschattennäherin, die im Gegensatz zum Protagonisten namenlos bleibt (okay: „Proto“ ist auch kein Name, sondern steht für sein Protagonisten-Dasein, aber immerhin kann er angerufen werden – sie bleibt immer nur die Frau, die Geliebte etc.) ist die eigentliche Visionärin – aber er wird ganz klassisch zum Anführer derrevolutionären Bewegung und stirbt natürlich auch in ihren Armen den Heldentod. Oh je! Muss das sein? Besonders hörenswert nur für diejenigen, die einer männlichen Heldenideologie nachtrauern.

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