Marx und die Hegelsche Dialektik

Zum Abschluss der Satellitenseminare 2012 sprach Eva Bockenheimer über das Verhältnis der Marxschen Gesellschaftskritik zur Hegelschen Dialektik. Kenntnisreich und zugleich sehr verständlich führt sie in ihrem Vortrag zunächst in das Problem des Anfangs in der Hegels Wissenschaft der Logik ein (reines Sein geht über ins Nichts usw.). Anschließend skizziert sie Marxens Übernahme und Modifikation der dialektischen (Anti-)Methode, der es nicht um die Anwendung eines äußerlichen Verfahrens auf den Gegenstand geht, sondern, ansetzend bei der abstrakten Unmittelbarkeit, um die Entfaltung der Logik der Sache selbst.

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Satellitenseminar mit Eva Bockenheimer, 28.11.2012 um 19.30 Uhr, RLS Berlin

Ein wesentliches Anliegen von Marx und Engels war, den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft zu erheben, damit er nicht bloß «geglaubt» oder «ersehnt» werden muss, sondern rational begründet werden kann. Auch seine historisch-materiellen Voraussetzungen sollten benannt werden können. Kurz: Eine Reflexion der Methode wissenschaftlicher Forschung und Darstellung war nötig. Marx bezeichnet seine Methode als «dialektisch» und stellt sich damit bewusst in die Tradition der Hegelschen Philosophie. An ihrem Kern hält er fest, kritisiert aber ihre mystifizierte Form. Laut Marx ist die Dialektik «dem Bürgertum […] ein Gräuel, weil sie in dem positiven Verständnis des Bestehenden zugleich auch das Verständnis […] seines notwendigen Untergangs einschließt, jede gewordene Form […] auch nach ihrer vergänglichen Seite auffasst, sich durch nichts imponieren lässt, ihrem Wesen nach kritisch und revolutionär ist.» (MEW: 23, 28) Was genau das dialektische Denken auszeichnet und worin sich die Marxsche Dialektik von der Hegelschen unterscheidet – darum geht es in diesem Satellitenseminar.

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3 Antworten auf “Marx und die Hegelsche Dialektik”


  1. 1 marie 29. Juni 2013 um 0:27 Uhr

    Das ist wirklich marxistisch-leninistische Propaganda! Ich dachte, sowas gäbe es gar nicht mehr, bestätigt mich aber darin, dass die ganzen Hegelianer Reaktionäre sind.

  2. 2 karl 08. November 2013 um 5:24 Uhr

    @marie:
    „Ich dachte, …“
    Sowas kommt also zustande wenn Du anfaengst zu denken. Lass es besser sein, das Denken. Ueberlasse es jenen die wirklich etwas davon verstehen. Hegelianer zum Beispiel …

  3. 3 Klaus Lorenz 27. Februar 2014 um 21:16 Uhr

    zu @marie : Marie äussert ja nur eine Meinung – Meinungsäusserungen sind ja in diesem Lande meistens argumentfrei…

    Schade, daß sie sich nicht mal die Mühe macht irgendwas zu begründen. :-(

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