Tag-Archiv für 'deutschland'

Das Kurz-Jacob-Wertmüller Podium (2000)

Zur Nachzeichnung einiger gegenwärtiger Fragen, deren Schnittstellen die historischen Tiefpunkte einer Linken bezeichnen, wollen wir auf eine zwölf Jahre alte Aufnahme verweisen, die auf eine in der Zeitschrift konkret geführte Debatte Bezug nimmt. Marit Hofmann leitete auf dem konkret Sommergelage 2000 das Podium, welches mit Robert Kurz, Günther Jacob und Justus Wertmüller eine – vor allem aus heutiger Sicht – bemerkenswerte Besetzung fand.
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Once again: Deutschland? Nie wieder [?]

Am Tag nationaler Selbstbeweihräucherung, in einem Jahr in dem immer offensichtlicher zum omnipräsentem ökonomischen Sachzwang die Niedertracht politischer Nötigung durch die europäische Hegemonialmacht – den „Zuchtmeister“ – Deutschland hinzutritt, will das Audioarchiv einmal mehr auf (theoretische) Bemühungen verweisen, die versuchen Kontinuität und Wandel deutscher Ideologie zu bestimmen.
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Schönheit ist die Wahrheit selbst

Geschlecherbilder in der Kunst des Nationalsozialismus

Müsli-Mann hat uns schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass der Asta der Uni Trier zahlreiche Audio-Vorträge zur Verfügung stellt. Passend zum Beitrag über die nationalsozialistische Kunstpolitik und zum letzten Posting, findet sich dort ein Vortrag von Elke Frietsch über Geschlechterbilder in der Kunst des Nationalsozialismus, den sie am 10.02.2010 in Trier im Rahmen einer Reihe über Kunst und Faschismus (Programm) gehalten hat. Sie diskutiert hier zwei Thesen: zum einen, dass die Kunst im Zentrum nationalsozialistischer Propaganda stand, zum anderen, dass Geschlechterbilder im NS sowohl im Alltag, als auch in der Propaganda und in der Kunst einen großen Stellenwert hatten. Sie stellt dann sehr ausführlich dar, welche Funktion die Kunst im NS hatte und wie sie in Verbindung mit Geschlechterbildern stand – hier ist für Frietsch vor allem der Vergleich von männlichen und weiblichen Körperdarstellungen zentral, die sie auch mit Körperdarstellungen in der sowietischen Kunst vergleicht. Zur Erklärung nationalsozialistischer Körperverhältnisse bezieht sie sich auf Michel Foucaults Thesen zu Körpertechniken und Biomacht. Als Beispiel wird u.a. der nationalsozialistische Skulptur-Künstler Arno Breker herangezogen. Bemerkenswert scheinen mir im Vortrag vor allem drei Aspekte zu sein, die nur scheinbar widersprüchlich sind und in der NS-Ideologie zusammen gehen: ein antifeministischer Kampf gegen »Frauenemanzipation«, die Funktion der Frau als reine Repräsentation und Reproduktion der Rasse und das Postulat der Gleichberechtigung der Frau am Arbeitsplatz und an der Front.
Zur besseren Hörbarkeit habe ich in der nachbearbeiteten Version die längere Einleitung, in der es vor allem um den Anlass und die Vorstellung der Reihe geht, herausgeschnitten. Wer daran interessiert ist (es geht u.a. über die Diskussion um Johannes Scherl), sollte auf die Version der Uni Trier zurückgreifen:

    Download: via Uni Trier (mp3; 58,6 MB; 1 h 3:57 min) oder kürzer via AArchiv (mp3; 26 MB; 45:28 min)

Zum Ankündigungstext der Reihe: (mehr…)

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In Deutschland und anderswo…

Allein schon Deutschland Part 2, diesmal mit der Gruppe Café Morgenland: via AArchiv (mp3; 19 MB; 33:13 min) — Vortrag zum nachlesen hier. Vor der Veranstaltung waren die Referenten beim FSK und haben dort über die Situation in Griechenland und Deutschland im Rahmen der Eurokrise gesprochen: hier und hier [via]. Das Café Morgenland ist nun außerdem mit einer monatlichen Kollumne auf FSK zu hören – die erste Kolumne zur Debatte über den »Rechtsterrorismus« (inkl. Diskussion) gibt es hier. Zum selben Thema war auf dem Freien Radio für Stuttgart ein Artikel vom Gegenstandpunkt zu hören – zum Nachhören: hier. Apropos »Rechtsterrorismus« – in Ungarn ist nach wie vor die Zeit zurückgedreht; Radio Corax berichtet hier.

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Deutschland bildet sich

Über die nationale Dynamik der Sarrazin-Debatte und ihre Geschichte

JustIn Monday wirft in diesem Vortrag einen Blick auf den Verlauf der sog. Sarrazin-Debatte, also auf die Äußerungen Thilo Sarrazins (»Deutschland schafft sich ab«) über Intelligenz, Vererbung und Integration sowie die Repliken, wie sie z. B. von Frank Schirrmacher (FAZ) vorgetragen worden sind. Es geht ihm dabei nicht darum, die Vorstellungen Sarrazins von links zu widerlegen. Vielmehr versucht er sich an einer ideologiekritischen und teilweise psychoanalytischen Deutung dieser Vorstellungswelt. Dazu stellt er einen Zusammenhang zu Denkern der »konservativen Revolution« (Oswald Spengler, Ortega y Gasset) und zur Krise der kapitalistischen Akkumulation her, auf welche erstere in den 1920/30er Jahren wie auch Sarrazin und einige seiner KritikerInnen heute ideologisch (rassistisch, sexistisch, nationalistisch usw.) reagier(t)en.

Der Vortrag wurde am 15. Oktober 2011 auf dem »EXIT!«-Seminar aufgezeichnet.

Download
via AArchiv: Teil 1 (1:06 h, 23 MB), Teil 2 (0:55 h, 19 MB)
via MF: Teil 1, Teil 2

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Angst und Abscheu in der BRD

Auf ein schönes Hörstück hat uns Thomas hingewiesen: Zwei »Gonzo-Journalisten« machen sich in dem Hörspiel »Angst und Abscheu in der BRD« auf eine Feld-, Wald- und Wiesenforschung in die Safari Ost- und Westdeutschlands, sowie in die »Diskurs-Szene« und entdecken dabei Merkwürdiges bis Kurioses. Es geht um deutsche Ideologie – und das ist trotzdem auf sympathische Weise an vielen Stellen ziemlich lustig.

    Download via WDR | via Mediafire | via RS (mp3; 58,9 MB; 51:29 h)

Zur Rezension von Beatpunk: (mehr…)

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Die antideutsche und radikale Linke

Noch ein kleinerer Beitrag zur Auseinandersetzung um die »an­ti­deut­sche Be­we­gung«. Ein Interview von Radio Corax mit Uli Schuster (Phase 2, BgR) über selbige und ihre Kritik, das ich auf Youtube (3 Teile) gefunden habe. Download (0:24 h, 8 MB)

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Vom Antifa-Sommer zum Irak-Krieg. Die Transformation des deutschen Nationalismus

Als Nachtrag zur »Wie scheiße ist Deutschland?«-Konferenz hier eine Aufnahme vom November 2008 zu einem ähnlichen Thema. Zur Transformation des deutschen Nationalismus und zum Stillstand bzw. Verstummen »antideutscher« Kritik gibt es Statements bzw. Kurzvorträge von der Gruppe B17, einem Referenten von [a:ka] Göttingen und Lars Quadfasel (Hamburger Studienbibliothek).

Download: Original via B17 (0:53 h, 24 MB) | Nachbearbeitet via Audioarchiv, via MF (15 MB)

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Die neue deutsche Mentalität

Roger Behrens berichtet in einem kürzeren Beitrag über neue Studien des IKG über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Via FRN. Download (9 MB)

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Zur deutschen Ideologie. Entstehung der deutschen Identität bis 1918.

Der Arbeits- und Aktionskreis kritischer Studierender Kiel dokumentiert viele seiner früheren Veranstaltungen. Unter den hochwertigen Mitschnitten befindet sich auch dieser Leckerbissen von Gerhard Stapelfeldt zur Entstehung der deutschen Identität. Stapelfeldt gibt einen fundierten Abriss deutscher Ideologiegeschichte vom nationalen Liberalismus und der Gegenaufklärung des 19. Jahrhunderts (besonders Savigny, Fichte und List) bis zu den Autarkisten um 1914/18 und zum Nationalsozialismus.

Download: Nachbearbeitet (28 MB, 1:22 h)

Die Originaldatei ist leiser und 75 MB groß.

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Frauenleben – Frauenbilder

Eine weitere HR2-Wissenswert-Reihe. Von Inge Kurz. Interessante Einblicke in die Geschichte des Patriarchats in Deutschland. Zu Wort kommen vor allem Zeitzeuginnen.

(1) Dienen lerne das Weib

Um 1900 als Frau zu leben, hieß in allem dem Mann untertan zu sein, kein eigenes Geld zu besitzen.

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(2) Die deutsche Frau

Mutter und Magd: Adolf Hitlers Frauenbild zielte auf Zucht und Ausbeutung durch Arbeit

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(3) Petticoat und Nierentisch – die fünfziger Jahre

Der Alltag war hart: Schürze und Waschtisch statt Petticoat und Nierentisch, Roll Back statt Rock’n Roll.

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(4) Gemischte Gefühle – Frauenleben in der DDR

40 Jahre lang galt die DDR als das gelobte Land für die Frauen, Funktionäre betonten gerne die gleichberechtigte Rolle der Frau. Die Realität im Alltag sah anders aus.

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(5) Geschlechterkampf – die siebziger Jahre

Kinderbetreuung, Pille, Paragraph 218 – mit diesen Fragen begann der Befreiungskampf, um Karriere ging es erst später.

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Luthertum und Deutschtum

In einem weiteren Theorie Praxis Lokal-Vortrag mit dem Titel »Luthertum und Deutschtum – Protestation und Ausdruck einer Misere« setzen sich Peter Christph Zwi und ein Kollege sehr ausführlich mit der Ideologie Martin Luthers auseinander und setzen diese in Beziehung zu ihrer historischen Situation, um anschließend zu untersuchen, wie das Luthertum in der deutschen Geschichte fortwirkt. In diesem Zusammenhang sei nochmals hingewiesen auf den Vortrag von Andrea Woeldike, die in ihrem gemeinsam mit Holger Schatz verfassten Buch „Freiheit und Wahn deutscher Arbeit“ einen spezifisch deutschen Arbeitsbegriff untersucht, der von Martin Luther wesentlich bestimmt wurde. In dem Vortrag »Die Nichtbegreifbarkeit von Auschwitz« von Joachim Bruhn argumentiert dieser gegen die Rede eines deutschen Sonderwegs von Luther bis Hitler.

Hören und Download: bei archive.org oder MF: Vortrag, Diskussion

Zum Ankündigungstext des Vortrags

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