Tag-Archiv für 'interview'

Interview mit Eike Geisel über drei Berliner Ausstellungen

»Die Dummköpfe haben sich verdoppelt in dieser Stadt durch die Wiedervereinigung.«
(Eike Geisel über Berlin)

Der Journalist und Essayist Eike Geisel (1945-1997) war ein herausragender Kritiker der deutschen Ideologie. Er war ein Kritiker deutscher Geschichtspolitik, auch in ihrer beredsamen Variante, und deutsch-jüdischen Verbrüderungskitsches und denunzierte früh den Antisemitismus in der politischen Linken (auch in seiner philosemitischen Variante). Seine treffsicheren Polemiken sind auch dann heute noch lesenswert, wenn sie als Eingriffe in tagespolitische Debatten geschrieben waren. Auf archive.org findet sich ein Interview mit Eike Geisel, das Geert Lovink geführt hat. Darin spricht Geisel zum einen über die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten“, die 1991 im Berliner Gropius-Bau eröffnet worden war und deren Ausrichtung er scharf kritisiert hatte. Zum anderen spricht er über sein eigenes Buch „Im Scheunenviertel“ über das Berliner Scheunenviertel, das zwischen den beiden Weltkriegen ein Zuwanderungsort für osteuropäische Juden gewesen war, und über Geisels Ausstellung über den Jüdischen Kulturbund, auf dessen Geschichte er relativ ausführlich eingeht. Zuletzt spricht er über die damals eröffnete Gedenkstätte im Haus der Wannsee-Konferenz. Das Interview muss 1991 oder ’92 geführt worden sein – weitere Informationen über den Hintergrund des Gesprächs liegen mir leider nicht vor.

Bei Edition Tiamat ist in diesem Jahr unter dem Titel Die Wiedergutwerdung der Deutschen ein Buch erschienen, in dem zahlreiche Texte von Eike Geisel gesammelt sind. Darin ist auch der Text von 1992 in der konkret enthalten, in dem Geisel die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten“ kritisiert hat.

Im Dezember erscheint ein Film über Geisel. Ein Ausschnitt bzw. Teaser ist hier zu sehen. Der Macher des Films hat uns freundlicherweise eine besser klingende Fassung des Interviews bereitgestellt. Der AArchiv-Link und die Hörfassung unten sind aktualisiert worden (13.10.2015).

    Download: via AArchiv (mp3; 56 MB; 1:01 h, HQ) | via AArchiv (zip/mp3, einzelne tracks, 140 MB, Super Qualität) | via archive.org (verschiedene Formate, schlechte Klangqualität)
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40 Jahre PREC

Interview zur portugiesischen Revolution von 1974

Vor vierzig Jahren brach in Portugal im Zuge vorhergehender Streiks und einer progressiven Verschwörung innerhalb des Militärs die sogenannte Nelkenrevolution aus, die nicht nur die Befreiung vom faschistischen Salazar-Regime durchsetzte, sondern in einer Bewegung von Besetzungen die Kollektivierung des Bodens anstrebte und dazu tendierte, die Produktion in proletarischer Selbstverwaltung zu übernehmen. Aus diesem Anlass hat die Leipziger Translib eine Veranstaltungsreihe über diese »letzte sozialistisch orientierte Revolutionsbewegung der Arbeiter_innen und Landarmut im alten Europa« organisiert. Für die Translib war Christopher Zwi in der Sendung Buhne bei Radio Blau zu Gast. Im Gespräch gibt Zwi einen guten Überblick über die Abläufe und das Scheitern der Revolution.

    Hören: via Soundcloud

    Download: ganze Sendung via Mediafire (82,4 MB) | kürzere Version via FRN (37 MB)

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Beitrags findet in der Translib gerade ein Workshop zum Thema »Avantgarde oder Arrièregarde? Die linken Organisationen Portugals im andauernden revolutionären Prozess« statt. Der letzte Programmpunkt der Veranstaltungsreihe findet am 20. Juni statt. An diesem Abend wird ein Zeitzeuge aus Portugal zu Gast sein. Wir möchten diese Veranstaltung ausdrücklich empfehlen. Weitere Infos hier.

Weiteres Material:

Eine Chronik der Ereignisse in Portugal 1973 – 1976 (PDF)

Und Portugal heute? – „Eine Diktatur der Märkte“ (auch gespielt in der Buhne-Sendung)

Ankündigungstext zur Veranstaltungsreihe: (mehr…)

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»[…] das wache Begehren, zu kritisieren, was uns so müde macht.« – Outside the Box #4. Arbeit

Unser Leben ist der Mord durch Arbeit, wir hängen 60 Jahre lang am Strick und zappeln, aber wir werden uns losschneiden.
(Georg Büchner, Dantons Tod, 1835)

Heute erscheint in Leipzig die vierte Ausgabe der feministisch-materialistischen Zeitschrift »Outside the Box«. Zum Thema Arbeit sind lesenswerte 160 Seiten entstanden, die in gesellschaftskritischen Artikeln, künstlerischen Auseinandersetzungen, Diskussionen und Gesprächen die (all)gegenwärtigen Widersprüche und Zwänge thematisieren und so eine theoretische und praktische Auseinandersetzung (nicht nur) mit dem Feminismus vorantreiben. Dazu ein Gespräch von Radio Corax mit zwei Redakteurinnen der Zeitschrift.

    Download: via AArchiv (mp3; 36 min; 83 MB)

Wie Outside the Box, wo seit mittlerweile fünf Jahren auch mit neuen Formen des Zeitschriftenmachens experimentiert wird, versucht auch Roswitha Scholz an einer feministischen Kritischen Theorie zu arbeiten. Bei Rotten System/Rotten World findet sich ein Interview mit Scholz.

    Download: via AArchiv (mp3; 47 min; 65 MB)
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Über das Verhältnis von Genuss und Lust. Ein Gespräch mit Magnus Klaue

Claus Harringer von Radio FRO aus Linz sprach mit Magnus Klaue über das Verhältnis von Genuss und Lust, die sogenannte Entschleunigungsbewegung, die abstrakte Vorstellungen von Nachhaltigkeit als Alltagsreligion, Regionalismus und kritikable Voraussetzungen der Ökologiebewegung: Die Sendung findet sich beim CBA , BFR (leicht gekürzt) und im Audioarchiv.

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100 Jahre Jean Améry

Vor hundert Jahren, am 31. Oktober 1912 wurde Jean Améry als Hans Chaim Mayer in Wien geboren. Der politische Essayist und Schriftsteller, von den Nazis als Jude und Widerstandskämpfer verfolgt, interniert, gefoltert, wählte 1978 den Freitod. Die folgenden Beiträge, welche teilweise aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, teilweise aus den freien Radios stammen, erinnern an Améry, an seine leidvolle Biographie ebenso wie an sein leidenschaftlich-engagiertes Schreiben nach 1945.

1. 100 Jahre Jean Améry: Die Unmöglichkeit weiterzumachen.

Roger Behrens geht u.a. Amérys Kritik des linken Antisemitismus und seiner Auseinandersetzung mit Philosophie und Literatur nach.

Jean Améry wurde im April 1945 von den Engländern aus Bergen-Belsen befreit – nach zwei Jahren in verschiedenen Konzentrationslagern, darunter Auschwitz.
Der Schriftsteller polemisierte in den folgenden Jahren gegen alle diejenigen, die die existenzielle Bedeutung des Staates Israels nicht sehen wollten. Denn das Bestehen dieses Staates, so Améry, sei nur vor dem Hintergrund der Katastrophe Auschwitz und der darin enthaltenen Möglichkeit eines zweiten Auschwitz zu sehen. Améry hatte sich selbst immer als der Linken zugehörig betrachtet. Die Ignoranz gegenüber der andauernden Bedrohung Israels und der zunehmende und nur schlecht als „Antizionismus“ verhüllte Antisemitismus ausgerechnet innerhalb der Linken ließen ihn jedoch schließlich an dieser Linken verzweifeln. Wir hören Roger Behrens über Améry, der am (heutigen) Mittwoch 100 Jahre alt geworden wäre.

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Once again: Deutschland? Nie wieder [?]

Am Tag nationaler Selbstbeweihräucherung, in einem Jahr in dem immer offensichtlicher zum omnipräsentem ökonomischen Sachzwang die Niedertracht politischer Nötigung durch die europäische Hegemonialmacht – den „Zuchtmeister“ – Deutschland hinzutritt, will das Audioarchiv einmal mehr auf (theoretische) Bemühungen verweisen, die versuchen Kontinuität und Wandel deutscher Ideologie zu bestimmen.
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Reflexionen über die Kulturindustrie

Im Rahmen der Sendung Klärwerk hat Marius Meier von Radio Z Nürnberg im Juli 2012 ein interessantes Interview mit Detlev Claussen geführt, das in eine Reihe von Reflexionen über Begriff und Wirklichkeit der Kulturindustrie eingebettet ist. Sowohl eine knappe Einführung in die Kritik der Kulturindustrie wird geboten, als auch die Frage nach ihrer Aktualisierung (insb. hinsichtlich des WWW) gestellt. Interessant sind Claussens Ausführungen zum Verhältnis des Internets zur (Halb-)Bildung sowie zum Eindringen der Verwalteten Welt ins Individuum.

Download: via AArchiv (0:28 h, 10 MB), via Radio Z (26 MB) | via FRN (0:23 h, 33 MB, Interview ohne Kommentar!)

Im Rahmen unserer letzten Sendung beschäftigten wir uns eine Stunde lang mit der Theorie der Kulturindustrie.

Ein wechselhafter Sommer hat begonnen, und während andere Medien sich vor allem einer ressentimentbehafteten Berichterstattung über die Folgen der Schulden- und Wirtschaftskrise widmen, will das Klärwerk heute die Frage nach den Verhältnissen und Rahmenbedingungen stellen, unter denen sich Kultur im Jahre 2012 abspielt.
Der Begriff der „Kulturindustrie“ geisterte noch vor 20 Jahren häufiger durch Zeitungen und Magazine und wurde häufig im Sinne der kulturkonservativen Konstatierung eines vermeintlichen Werteverfalls missbraucht. Heutzutage gibt es kaum mehr öffentliche Debatten, die sich seiner bedienen.Wir versuchen im Rahmen unserer Themenstunde in die Theorie der Kulturindustrie einzuführen.

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Peter Bierl über Rudolf Steiners Anthroposophie

Mit bestem Dank an die Redaktion contra.funk, möchte ich auf das informative, 30 minütige Interview hinweisen, das selbige kürzlich mit Peter Bierl geführt hat. Es geht um die esoterische »Anthroposophie« Rudolf Steiners und ihre Rolle in der Pädagogik der Waldorfschulen. (Für einen längeren Vortrag zum Thema siehe hier.)

Download: mp3 via FRN (22 MB), mp3 nachbearbeitet via AArchiv (9 MB)

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Thinking Marx

Zwei Stunden von, mit und über Moishe Postone

Beim FSK Hamburg wurde eine sehr interessante zweistündige Sendung über Moishe Postone produziert. Sie führt in Werk und Biographie Postones ein, enthält seinen Vortrag »Marx’s Critical Theory of Capitalist Modernity« (siehe FRN) vom Kongress Re-Thinking Marx (Berlin Mai 2011) und befasst sich ausführlicher mit seinem Antisemitismus-Ansatz. Ein Highlight ist zweifellos das Interview, dass die Sendungsmacher_innen am Rande der Konferenz mit Postone geführt haben und das in der zweiten Hälfte der Sendung zu hören ist. Es ist teilweise auf Deutsch, aber großenteils auf Englisch.

Download: Mono via AArchiv, Mono via MF | HQ/Stereo via Rapidshare

Wie nur Wenige vor ihm, hat es Moishe Postone geschafft, mit Hilfe der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie, die abstrakten gesellschaftlichen Beziehungen und Denkformen der kapitalistischen Produktionsweise zu analysieren und zu kritisieren.
Darauf aufbauend liefert er sowohl eine bemerkenswerte Kritik des traditionellen Marxismus, welcher immer wieder versucht, die Gründe für das Elend in der Gesellschaft in der Sphäre der Distribution zu finden, als auch eine herausragende Kritik des modernen Antisemitismus als einer besonders gefährlichen Form des Fetischs.
Grund genug Moishe Postone 2 Stunden zu widmen, in denen sowohl sein Vortrag vom Re-Thinking Marx Kongress als auch ein Interview mit ihm zu hören sein werden.

Am Rande sei noch auf das Interview mit Petra Haarmann hingewiesen, das Radio F.R.E.I. 2004 zur Übersetzung von Postones Hauptwerk Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft geführt hat: mp3 via FRN (9 Minuten)

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Sexualität und Behinderung

„Behinderung“ bedeutet in kapitalistischen Gesellschaften die körperlich oder geistig bedingte Unmöglichkeit gelungener Subjektivität. Vermittelt über die gesellschaftlichen Anforderungen an das Subjekt, ist es den unter diese Kategorie subsumierten Menschen nicht nur erschwert ein glückliches Verhältnis zu sich selbst und zum eigenen Körper zu finden, es sind zudem zahlreiche Ausschlüsse im gesellschaftlichen Leben damit verbunden. Zentral ist dabei u.a., dass behinderten Menschen abgesprochen wird, eine selbstbestimmte Sexualität zu haben. Nicht nur, dass etwa weibliche Behinderte in der ideologischen Vorstellung als geschlechtslose Wesen gelten – die gesellschaftlichen Bedingungen zeigen deutlich, dass Sexualität Behinderter nicht erwünscht ist. Im Februar 2011 wurde auf Radio LORA München eine Sendung ausgestrahlt, die sich mit Sexualität und Behinderung auseinandersetzte. Vier körperlich behinderte Frauen kommen in dieser Sendung zu Wort, sprechen über das gesellschaftliche Körperverhältnis, über ideologische Vorstellungen von der (A-)Sexualität Behinderter, gesellschaftliche Schranken, die Behinderten gesetzt werden, über den Kampf Behinderter um sexuelle Selbstbestimmung und berichten vor allem über eigene Erfahrungen.

Behindert ist nicht – behindert wird. Auch im Ausleben selbstbestimmter Beziehung und Sexualität müssen körperlich Behinderte gesellschaftliche, bürokratische und physische Hürden nehmen. Erschreckend ist die Zahl der sexuellen Gewalt, die behinderten Mädchen und Frauen wiederfährt und der Umgang der Rechtsprechung mit diesem Phänomen. Interviewpartnerinnen sind die Sozialpädagogin Ute Strittmater und die Mitarbeiterin Ute Schön von den Netzwerkfrauen-Bayern. Außerdem die Psychologinnen Inge Plangger und Renate Geifrig. Alle vier Frauen bewegen sich im Rollstuhl. [via]

Download: via FRN (mp3; 47,5 MB; 51:50 min)

»Ich unterstütze Sie doch nicht dabei, einen weiteren Sozialfall zu produzieren« – dies wird oftmals körperlich beeinträchtigten Frauen entgegengehalten, wenn sie sich bei Kinderwunsch über eine mögliche Schwangerschaft beraten lassen wollen. Das Stichwort des ›Sozialfalls‹ verweist dabei darauf, dass die Diskriminierung Behinderter, soziale Ungleichheit und Biopolitik eng miteinander verwoben sind. Eine weitere Sendung auf Radio LORA klärt darüber auf, wie Behinderung und deren angebliche Vererbbarkeit tatsächlich in Beziehung zueinander stehen, welche Möglichkeiten behinderte Frauen mit Kinderwunsch haben und welche Schwierigkeiten ihnen dabei durch die Gesellschaft und die körperliche Einschränkung gesetzt sind. Es kommen in der Sendung betroffene Frauen, eine Gynäkologin und eine Dokumentarfilmerin zu Wort, die über Hilfsmaßnahmen, pränatale Diagnostik (das damit verbundene Thema der Eugenik ist Gegenstand dieses Artikels in der Phase 2) und eigene Erfahrungen berichten und formulieren dabei die klare Botschaft, dass der Kinderwunsch behinderter Frauen erfüllbar ist. Im zweiten Teil der Sendung spricht die Moderatorin zudem mit einer Sexualpädagogin über gesellschaftlich bedingte Probleme bei der Sexualität geistig beeinträchtigter Menschen.

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, steht im Artikel 3 des Grundgesetzes. Die gesellschaftlichen Tabuthemen: ‚mentale und körperliche Beeinträchtigungen und Sexualität und Kinderwunsch‘ finden allerdings reichlich zögerlich Raum in der öffentlichen Wahrnehmung. Wer will sich schon gedanklich damit befassen, womit Menschen mit Lernschwierigkeiten und deren Angehörige konfrontiert sind, wenn mit der Pubertät die Sexualität in ihr Leben tritt? Wer will sich damit auseinandersetzen, welche Probleme auftauchen, wenn beispielsweise Frauen mit Lähmungen oder Spastiken, im Rollstuhl sitzend, Kinder bekommen wollen? Es sind wahrscheinlich auch deshalb Tabuthemen, weil wenig Wissen über Erblichkeiten, über die tatsächlichen Probleme, über Hilfsmaßnahmen und Finanzierungsbedarf vorhanden ist. Wir versuchen heute ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten und lassen zu Wort kommen: Die Betroffenen Esther Hoffmann und Christine Gasafy, die Gynäkologin Prof. Dr. Gerlinde Debus, die Dokumentarfilmerin Ute Wagner-Oswald, die Betroffene Petra Gross und die Diplompsychologin und Sexualpädagogin Lucyna Wronska. [via]

Download: via FRN (mp3; 50 MB; 54:38 min)

Leider ist das Thema der Behinderung, die damit verbundenen gesellschaftlichen Körperverhältnisse und das hierdurch produzierte Leid viel zu selten Teil linksradikaler Theoriebildung und Forderungen. Daher sei zusätzlich auf ein sehr hörenswertes Interview mit Philipp von den Falken Erfurt verwiesen [via], das im Vorfeld der Veranstaltung „Hauptsache gesund!? Behinderung und Krankheit als Super-GAU des bürgerlichen Subjekts“, in der Sendung „Reibungspunkt“ auf Radio FREI gesendet wurde. Unbedingt lesenswert ist außerdem der gleichnamige Text der Jungen Linken gegen Kapital und Nation. Im FRN stehen in der Kategorie Behinderung neu denken weitere Sendungen zum Thema zum Nachhören zur Verfügung.

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»Bewältigungsversuche eines Überwältigten«. Nie geführte Interviews mit Jean Améry

Die Göttinger Gruppe OLAfA hat in einem Anfang 2011 gesendeten, hörenswerten Radioprojekt Auszüge aus Schriften Jean Amérys zu einem fiktiven Interview komponiert. Améry (1912-1978), der als (areligiöser) Jude in der Résistance die Nazis bekämpfte und das KZ überlebte, berichtet in seinen Texten u.a. von seinen Erfahrungen als von Antisemiten Verfolgter und von seinem Engagement für die juristische Belangung der Täter nationalsozialistischer Verbrechen. Schließlich geht es auch um Israel und den Antizionismus der Linken.

  1. »Ich verliere jeden Tag von Neuem das Weltvertrauen«
    Download via AArchiv, via MF (0:40 h, 14MB) | via OLAfA (36 MB)
  2. Teil 2: »Ich gehörte zur mißbilligten Minderheit derer, die nachtrugen«
    Download via AArchiv, via MF (0:43 h, 15 MB) | via OLAfA (40 MB)
  3. Teil 3: Making of – die OLAfA im Interview
    Download via AArchiv, via MF (0:32 h, 11 MB) | via OLAfA (29 MB)

Skript Teil 1: via AArchiv, via MF, via OLAfA (PDF)
Skript Teil 2: via AArchiv, via MF, via OLAfA (PDF)

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Die antideutsche und radikale Linke

Noch ein kleinerer Beitrag zur Auseinandersetzung um die »an­ti­deut­sche Be­we­gung«. Ein Interview von Radio Corax mit Uli Schuster (Phase 2, BgR) über selbige und ihre Kritik, das ich auf Youtube (3 Teile) gefunden habe. Download (0:24 h, 8 MB)

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Das negative Potential – Gespräche mit Johannes Agnoli

Bei veoh gibt es einen Film mit einer Reihe von Gesprächen mit Johannes Agnoli, die im September 2001 in San Quirico, Lucca (Italien) aufgezeichnet wurden. Agnoli spricht darin u.a. über Subversion, Staatskritik, die Schwierigkeiten emanzipatorischer Bewegungen, das Verhältnis von Anarchismus und Kommunismus und Schlagwörter der Gegenwart. Die Audiospuren stehen hier zur Verfügung:

1. Eva, Prometheus und die Anderen

2. Die schönen Ideen

3. Die Negation als Weg zur Freiheit

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Geschlecht – Wider die Natürlichkeit

Bei FRN gibt es ein hörenswertes Interview mit Heinz-Jürgen Voß (Autor des kürzlich im Schmetterlingsverlag erschienenen Buches „Geschlecht – Wider die Natürlichkeit“) über die kulturelle Determinierung von Geschlecht: hören.

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Frigga und Wolfgang Haug im Gespräch über das InkriT

Gespräch über das Institut für kritische Theorie, Berlin, mit Frigga und Wolfgang Fritz Haug: seine Geschichte, Theorieentwicklung und Arbeitsweise, Projekte wie das Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus (HKWM), die Zeitschrift „Das Argument“ Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften sowie der Bezug zu internationalen Bewegungen…

Download: via FRN (51,2 MB), via MF (19,19 MB)

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