Tagung zum 100. Geburtstag von Jean Améry
Am 17. November veranstaltete der Arbeitsbereich Kommunikationsgeschichte/Medienkulturen der FU Berlin eine kleine, aber gut besuchte Konferenz über Jean Améry. Unterstützt durch die VeranstalterInnen sowie die Tontechniker vor Ort und mit freundlicher Einwilligung der ReferentInnen habe ich einige der Vorträge aufgezeichnet. Hier erfolgt nun zunächst die Dokumentation des Eröffnungspodiums. Es stand unter dem Titel: »…daß das Wort nicht verstumme«: Was bedeutet »Moralisierung der Geschichte«?
Sich durch dieses und andere Podien ziehende Fragen bezogen sich auf Amérys Erfahrungen als Opfer von Folter und als Shoahüberlebender, sowie auf sein Verhältnis zu Sartre, Adorno, Hannah Arendt und zum Zionismus.
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Shoah
Der Zionismus von den Anfängen bis zur Gegenwart
In einer fünfteiligen Reihe hat Deutschlandfunk kürzlich ein Gespräch zur Geschichte des Zionismus gesendet. Antisemitismus, Theodor Herzl und der Zionismus, die Kibbuz-Bewegung sowie die Gründung des Staates Israel und der Stellenwert der Religion – diese Themen haben Rüdiger Achenbach und Günther Bernd Ginzel in der Sendung »Tag für Tag« dabei aufgegriffen.
Download: (das ganze Gespräch) – via Mediafire | via RS |via Uploadilcloud (mp3; 30,8 MB; 53;44 min)
Stream: (die einzelnen Teile) – per dRadio
Gespräch in Textform: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | oder untenstehend:
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Acht Minuten Ideologiekritik von Sachzwang FM gegen Günter Grass. Download via FRN | via AArchiv (5 MB)
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Über Twitter sind die einzelnen Teile dieser Reihe von DLF Essay und Diskurs schon gegangen. Hier folgt nun die gesammelte Archivierung der drei ganz hörenswerten Beiträge.
1. Beim ersten handelt es sich um einen Essay von Wolfgang Dreßen:
Abstrakte Arbeit und destruktive Sehnsucht. Hannah Arendt und der banale Antisemitismus
Vor 50 Jahren wurde dem Naziverbrecher Adolf Eichmann in Jerusalem der Prozess gemacht. Die Philosophin und Publizistin Hannah Arendt hat das Verfahren vor Ort verfolgt. Ihre Charakterisierung Eichmanns als „Banalität des Bösen“ löste damals heftige Kontroversen aus.
Die anderen beiden Beiträge bestehen aus Gesprächen, die Jochanan Shelliem geführt hat:
2. Eine Epoche vor Gericht. Zeitzeugengespräch mit dem damaligen Stellvertretenden Ankläger Gabriel Bach. Eindrucksvoll!
Bach wurde in Deutschland geboren, ehe er mit seiner Familie nach Palästina entkommen konnte. 1960 leitete er die Untersuchung der ermittelnden Polizeibehörde gegen Eichmann und im Prozess war er stellvertretender Ankläger.
3. Die Shoah als Grundlage nationaler Identität. Gespräch mit dem israelischen Philosophen und Schriftsteller Avraham Burg
Der Sohn des langjährigen israelischen Ministers, Josef Burg, beschreibt die seit 50 Jahren anhaltenden traumatischen Folgen des Prozesses für die jüdische Nation. Er sieht den Staat Israel in seiner Fixierung auf den Holocaust als erstarrt an. Burg war von 1999 bis 2003 Sprecher der Knesset. Im August wird sein Buch „Hitler besiegen“ im Campus-Verlag erscheinen.
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Im Juli 2005, kurz nach den islamistischen Bombenanschlägen in London am 7.7. 2005, hielt Matthias Küntzel einen Vortrag in München. Vor dem Hintergrund der Anschläge refereriert Küntzel im wesentlichen die wichtigsten Thesen seiner Studie Djihad und Judenhass, welche sich mit der Geschichte und Ideologie des modernen Islamismus befasst und dabei vor allem dessen antisemitischen Gehalt in den Blick nimmt. Dabei zeigt er auch Ausschnitte einer antisemitischen Hetzrede, die im palästinensischen Fernsehen übertragen wurde.
Download via Audioarchiv | via MF (1:13h; 25 MB)
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Matthias Küntzel
Vor kurzem haben einige lateinamerikanische Staaten Palästina als unabhängigen Staat in der Grenzen von 1967 anerkannt. Jule von Radio Corax sprach darüber mit Robert Kurz (EXIT), der in letzter Zeit durch seine heftige Kritik am Antizionismus der Linken für Aufsehen sorgte. Download via FRN (0:11h, 10 MB)
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Robert Kurz
Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, daß die deutschen Medien, aber auch Organisationen wie die Uno und jede Menge »Israelkritiker« den Stoff liefern, aus dem diese diffamierenden Legenden gestrickt werden. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weiten Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdischen Staat angewendet, und zwar reichlich unabhängig davon, wie er sich verhält.
Dr. Tilman Tarach (Freiburg) ist Autor des Buches »Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‘Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt«.
Der Vortrag wurde gehalten am 2.12.2010 in Tübingen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Tübinger Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus und der Gruppe Emanzipation und Frieden. via
Download (1:09 h): via FRN (64 MB), nachbearbeitet via MF oder via audioarchiv (24 MB)
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Gerhard Hanloser im Gespräch mit Moshe Zuckermann vor allem über den Antisemitismusvorwurf und antimuslimischen Rassismus in Deutschland und Israel. Zuckermanns Einschätzungen zu Israel sind m.E. beachtenswert, seine Neigung, Antisemitismus in islamischen Gesellschaften und migrantischen Communities einzig und allein auf den sog. Nahostkonflikt zurückzuführen, erscheinen mir allerdings problematisch.
Download: via FRN (41 MB), via MF (15 MB)
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Robert Kurz positionierte sich in seinem letzten großen Aufsatz in der Zeitschrift »EXIT!« (Ausgabe 6) wie auch schon zuvor in einem kurzen Artikel proisraelisch. Seine im Zuge einer Analyse der Reaktionen auf die Militärschläge Israels gegen den Gazastreifen bekundete Israelsolidarität wurde in Teilen der deutschen Linken als Einschwenken auf »antideutschen« Bellizismus wahrgenommen und kritisiert. In einem Vortrag zu diesem Thema stellt Kurz seine Analyse vor und bekräftigt seine Haltung und seine Kritik an der Ideologisierung Israels.
VeranstalterInnen waren die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen, die linksjugend solid, der shalom-Landesarbeitskreis Bayern und der »EXIT!«-Lesekreis Erlangen-Nürnberg.
Hinweis: Zu Beginn des Referats fehlt ein Stück.
Download: via AArchiv | via RS | via Archive.org (1:22 h, 33 MB)
Veranstaltungsberichte: BAK Shalom, haolam.de (im Wesentlichen kopiert vom BAK)
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Bernhard Schmid, Journalist und Jurist, hat sich in den letzten Jahren u.a. als Kritiker der »antideutschen« Ideologie hervorgetan. In diesem Vortrag, der als Buchvorstellung seiner Veröffentlichung »Der Krieg und die Kritiker. Die Realität im Nahen Osten als Projektionsfläche für Antideutsche, Antiimperialisten, Antisemiten und andere« (Unrast 2007) dient, zeichnet er die geschichtlichen Hintergründe nach, die der antiimperialistischen und der »antideutschen« Deutung und Beurteilung der Konflikte im Nahen Osten zugrunde liegen. Er kritisiert beide auch, bemüht sich aber vor allem – ähnlich wie Peter Ullrich – die historischen und geographisch-spezifischen Voraussetzungen (insbesondere die Kolonialgeschichte) der beiden Weltbilder darzustellen. (1 h)
Download: Via FRN (21 MB) oder via MF (17 MB)
Es sei noch auf dieses (etwas konfuse) Interview hingewiesen, das Michael Liebler von Radio Z 2004 mit Schmid über die »Antideutschen« führte (7:24 m).
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Nein, mir liegt keine Diskussion zwischen den beiden vor. Aber ihre Haltungen zu Israel lassen sich in Form von Vorträgen gegenüberstellen.
Moshe Zuckermann (Beiträger zum Band »Zu Geschichte, Kritik und Zukunft antideutscher Politik«) referierte auf dem Adorno-Symposium der Uni Frankfurt 2003 über »Adorno im Nahen Osten. Von der akuten Relevanz einer Irrelevanz«. Der Vortrag ist hier oder in einer kleineren, zusammenhängenden Fassung hier zu beziehen. (mp3, mono, 48 kBit/s; 45,3 MB / 2:12 h mit Diskussion)
Joachim Bruhn (ISF) kritisiert in einem Vortrag über israelischen Anti-/Postzionismus Zuckermann scharf in gewohnt polemischen Tonfall. Download: via AArchiv (mp3, mono, 40 kBit/s; 19,4 MB / 51 Minuten).
Es gibt noch einen anderen Vortrag Bruhns über (Anti-)Zionismus: Die Einsamkeit Theodor Herzls. (auch hier: mp3, mono, 48 kBit/s; 19,4 MB / 1:07 h)
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Nationalsozialismus
Peter Ullrich referierte Ende 2007 in Bielefeld bei der AG Antifa zum Thema seiner Studie über »Nahostdiskurse in Großbritannien und Deutschland«. Im Zuge dessen stellt er Positionen der deutschen und britischen Linken zu Israel und Palästina vor und versucht eine „universalistische“ Haltung zu skizzieren.
Download: a.a.o und hier (mp3, mono, 48 kBit/s; 23,3 MB / 1:07 h)
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Antisemitismus,
Imperialismus,
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Israel,
Nahostkonflikt,
Peter Ullrich