Tag-Archiv für 'kritik-der-deutschen-ideologie'

Antideutsche Wertarbeit

Zum Jahresende dokumentieren wir einen Kongress, der vor mittlerweile mehr als zehn Jahren, vom 29.-31.3.2002 in Freiburg stattfand. Ein halbes Jahr nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center, in deren Folge sich der Bruch innerhalb der deutschen Linken zur unleugbaren Kenntlichkeit vertiefte, richtete die Initiative Sozialistisches Forum einen Kongress aus, dessen Beiträge teilweise auch heute noch – nicht nur in »szenehistorischer« Hinsicht – interessant sind und dessen Diskussionen ihre Aktualität mitunter noch nicht vollends verloren haben. Einige der Beiträge sind bereits in Form von Radiosendungen dokumentiert worden. (mehr…)

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Chronologie der Nötigung

Stets kritisch, begibt sich Sachzwang FM diesmal in die Niederungen der sogenannten Realpolitik und beschäftigt sich mit der Euro-Schuldenkrise … Was passiert, wenn zu omnipräsentem ökonomischen Sachzwang die Niedertracht politischer Nötigung hinzutritt?

Die insgesamt vierstündige Doppelsendung beschäftigt sich in mehr oder weniger kurzen, analytischen und ideologiekritischen Episoden mit den politökonomischen Vorgängen im krisengeschüttelten, deutsch dominierten Europa. Der erste Akt enthält zwölf Beiträge aus der Zeit von Mai 2010 bis Oktober 2011.

    Download: via AArchiv (2 h, 41 MB)

Der zweite Akt beinhaltet sechzehn Beiträge – Reportagen, Analysen und Kommentare über die Installation der Technokraten – von November 2011 bis April 2012:

Update (Sep. 2013): Der dritte Akt ist inzwischen erschienen. Er deckt die Monate Mai und Juni 2012 ab.

    Download: via AArchiv (2 h, 41 MB)

Update (Juli 2014): Der vierte Akt beinhaltet Texte aus den Monaten Juli bis September 2012.

Update (März 2015): Der fünfte Akt behandelt die Zeit von September bis Dezember 2012.

Update (Feb 2016): Der sechste Akt behandelt die Monate Januar bis Mai 2013.

Der siebte Akt behandelt die Monate Juni bis November 2013 .

Die Texte sind von Anton Landgraf, Ernst Lohoff, Axel Berger, Jörn Schulz, Ilka Schröder, Rainer Trampert, Holger Marcks, Chrissi Wilkens, Felix Baum, Peter Nowak, Ralf Hess, Matthias Lehnert, Catrin Dingler, Thorsten Mense, Fabian Westhoven, Bernd Beier, Florian Wagener, Athanasios Marvakis, Panos Dionisos und allesamt der Jungle World entnommen (zu den Titeln vgl. FRN 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7).

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Once again: Deutschland? Nie wieder [?]

Am Tag nationaler Selbstbeweihräucherung, in einem Jahr in dem immer offensichtlicher zum omnipräsentem ökonomischen Sachzwang die Niedertracht politischer Nötigung durch die europäische Hegemonialmacht – den „Zuchtmeister“ – Deutschland hinzutritt, will das Audioarchiv einmal mehr auf (theoretische) Bemühungen verweisen, die versuchen Kontinuität und Wandel deutscher Ideologie zu bestimmen.
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Die Rückkehr der Herrenreiter

Kommentar zum Rücktritt von Chr. Lindner

Die Redaktion Sachzwang FM hat offenbar eine gewisse Freude (?) daran, sich neben ideologiekritischen Traktaten ab und zu auch dem sog. politischen Alltagsgeschäft der Bundesrepublik zu widmen. Nach den Abgesängen auf Horst Köhler und den Freiherrn zu Guttenberg erfährt nun auch ein FDP-Politker eine Würdigung der polemischen Art.

Ein bissiger Kommentar zum „überraschenden“ Rücktritt des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner, der bisher v.a. als „charismatischer Hoffnungsträger“ und „Nachwuchstalent“ durch die Talkshows tingelte. Der Lex-Barker-Lookalike ist ein waschechter Möllemann-Zögling.

Download: via AArchiv |via MF (0:14 h, 13 MB)

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Die politische Ökonomie des Antisemitismus. Über die sogenannten »Protokolle der Weisen von Zion«

Beim Freiburger ça ira Verlag wird zur Zeit ein Band über die bekannten »Protokolle der Weisen von Zion« vorbereitet. Die schon vor langer Zeit und mehrfach als Fälschung aus dem Dunstkreis der zaristischen Geheimpolizei entlarvten Protokolle zählen noch heute zu den einflussreichsten Schriften des Antisemitismus und haben maßgeblich zur ideologischen Wahnvorstellung einer »jüdischen Weltverschwörung« beigetragen. Joachim Bruhn als Mitarbeiter des ça ira Verlages hatte im März 2011 mehrfach Gelegenheit, den o.g. Band vorzustellen. In seinen Vorträgen behandelt er – auch in Abgrenzung zur, wie er sagt, »liberalen Antisemitismusbeforschung« – weniger die Entstehung der Protokolle, als vielmehr die ihnen wie ihrem anhaltenden Erfolg und ihrer Aufklärungsimmunität zugrunde liegende politische Ökonomie, die er in einen Zusammenhang mit der »orientalischen Despotie« (Marx) stellt.

1. Zur materialistischen Kritik des Antisemitismus, veranstaltet und dokumentiert von der Gruppe Sur l‘eau Lübeck, vom 19.03.2011.

    Download: via aarchiv (1:25 h; 30 MB) [Die 40 MB große Originaldatei gibt es via Divshare]

2. Die politische Ökonomie des Antisemitismus, aus der Reihe Wahlverwandschaften: Antisemitismus Islamismus Deutschland, vom 16.03.2011, Jüdische Gemeinde Pinneberg

    Download: via aarchiv (1:03 h; 22 MB), via FRN (58 MB)

Da die beiden Versionen weder identisch, noch überschneidungsfrei sind, empfehlen wir allen, die nicht beides hören möchten den erstgenannten, längeren Vortrag.

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Die antideutsche und radikale Linke

Noch ein kleinerer Beitrag zur Auseinandersetzung um die »an­ti­deut­sche Be­we­gung«. Ein Interview von Radio Corax mit Uli Schuster (Phase 2, BgR) über selbige und ihre Kritik, das ich auf Youtube (3 Teile) gefunden habe. Download (0:24 h, 8 MB)

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Vom Antifa-Sommer zum Irak-Krieg. Die Transformation des deutschen Nationalismus

Als Nachtrag zur »Wie scheiße ist Deutschland?«-Konferenz hier eine Aufnahme vom November 2008 zu einem ähnlichen Thema. Zur Transformation des deutschen Nationalismus und zum Stillstand bzw. Verstummen »antideutscher« Kritik gibt es Statements bzw. Kurzvorträge von der Gruppe B17, einem Referenten von [a:ka] Göttingen und Lars Quadfasel (Hamburger Studienbibliothek).

Download: Original via B17 (0:53 h, 24 MB) | Nachbearbeitet via Audioarchiv, via MF (15 MB)

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Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie scheiße ist Deutschland? Konferenz zum Stand der Kritik

Die Dokumentationen dieser kleinen Konferenz mit dem etwas flapsig-ironischen Titel ist aus verschiedenen Gründen hörenswert. Zum einen handelt es sich um eine Selbstreflexion der längst im Distinktionsgerangel linker Gruppen und Publikationen zersplitterten »antideutschen Bewegung«. Zum anderen wird in den Vorträgen und Diskussionen natürlich auch Kritik gegen die übrige radikale Linke scharf gemacht, vor allem gegen den Antinationalismus des Ums-Ganze-Bündnisses, meist in Bezug auf die viel diskutierte Frage, ob und wieweit die deutsche Nation heute »normalisiert« sei.

Die Konferenz wurde am 6. November 2010 in Bremen von der Antinationalen Gruppe Bremen und kittkritik veranstaltet, unterstützt von der Zeitschrift »ExtrablattAus Gründen gegen fast Alles«.

Im Folgenden sind kleinere, qualitativ gute und ansonsten durch uns nicht weiter bearbeitete Fassungen der Dateien verlinkt, die von der ANG via Rapidshare zur Verfügung gestellt wurden. Eine Aufnahme des Referats von Clemens Nachtmann zum »Altern der antideutschen Kritik« existiert nicht. [Siehe Kommentar unten.] Alle Aufzeichnungen können auch als Zip-Archiv geladen werden (119 MB, 5:47 h): via Audioarchiv, via MF.

1. Den Anfang machten die Veranstalter_innen von der Antinationalen Gruppe Bremen. Ihr kurzes Eröffnungsstatement erläutert den Anspruch der Konferenz.

    Download: via Audioarchiv, via MF (0:13 h, 4 MB)

2. Joachim Bruhn, Echtzeit des Kapitals, Panik des Souveräns. Über die Zukunft der Krise.
Bruhn lehnt zunächst den Begriff des deutschen Sonderwegs ab, ebenso wie die falsche Entgegensetzung von deutscher Besonderheit und allgemeiner Logik der politischen Ökonomie. Anschließend stellt er anhand vieler Zitate aus der bgl. Presse Ideologie als Oszillieren zwischen den unvereinbaren Momenten der Antinomie des Geldes dar und polemisiert in gewohnter Weise gegen alle möglichen Leute und Positionen (wie bei jeder Gelegenheit auch hier wieder gegen Ingo Elbe).

Daß das Geld des Staates nichts taugt gegen die Krise des Kapitals, ist unmittelbar einsichtig: Wie sollte denn auch jenes Geld,das der Staat allein zu spendieren vermag, das Geld als Zahlungs- und Zirkulationsmittel, die Krise der Geldform des Kapitals zu therapieren vermögen? Was der Staat im Zuge des famosen „deficit spending“ in diesem sog. „keynesianischen Moment“ schöpft, d.h.: was seine Bundesbank aus dem Nichts erst erfindet und dann druckt, ist ja keineswegs Kapital, das zu einer irgend qualifizierten Profitrate zu akkumulieren vermöchte, sondern hat einzig die Qualität einer Anweisung, eines Rationierungs- oder auch Zuteilungsbescheids auf eine warenförmigen Gebrauchswert. Nicht nur jedoch, daß der Staat systematisch unter dem Niveau der Krise des Kapitals agiert; wenn er denn kommt und interveniert, kann er immer nur zu spät kommen. Die Echtzeit der kapitalen Vergesellschaftung ist der Aktion des Souveräns, zumindest des parlamentarisch verfassten, notwendig voraus. Das Kapital agiert in der Zukunft, der Staat noch nicht einmal in der Gegenwart. Der Staat kann das Kapital nicht einholen; er kann es nur überholen, indem er den Ausnahmezustand verkündet, d.h. wenn er die Unmittelbarkeit der Geltung des Geldes als Kapital mit souveräner Gewalt zu verfügen sucht. So folgt aus der Zusammenbruchskrise notwendig der Ausnahmezustand: im Interesse des sog. „Gemeinwohls“ emanzipiert sich der Souverän und setzt sich als autoritäres Kommando. In letzter Instanz erfolgt die „Deckung“ der Währung durch das Gewaltmonopol auf Leben und Tod.

3. Sonja Witte, Von der Gretchenfrage zurück zur Michelskala. Sonja Witte unterzieht in ihrem Vortrag die Frage, ob Deutschland normal geworden sei oder nicht, einer Prüfung und legt dar, wieso es sich hier um eine verkehrte Fragestellung handelt. Sie stellt hierzu anhand der Studien Wolfgang Pohrts aus den neunziger Jahren einige methodische Überlegungen an und unterstellt sowohl den antideutschen als auch den antinationalen Teilnehmer_innen an der Debatte der letzten zwei Jahre einen verkehrten gemeinsamen Ausgangspunkt: Die Frage, ob es sich beim gegenwärtigen deutschen Nationalismus um irrationale Ideologie oder rationales ökonomisches Kalkül handelt, sei falsch gestellt, da der nationalsozialistische Wahn gerade eine Aufhebung des Gegensatzes von Rationalität und Irrationalität darstellt.

4. Lars Quadfasel, Epitaph auf die antideutsche Bewegung.
Lars Quadfasel kritisiert hier auf sympathische Weise den theoretischen Verfall der verbliebenen Antideutschen, die sich von einer Offenheit des Denkens und einem Denkens gegen sich selbst (im Sinne Adornos) verabschiedet haben – unmissverständlich in einem Modus der Trauer und der rettenden Kritik. Der Vortrag läuft auf ein Motiv hinaus, welches Quadfasel schon seit Längerem in seinen Vorträgen stark macht: dass im Zerfall des bürgerlichen Subjekts ein Moment von Hoffnung liegt.

Die Antideutschen, werden die Prodeutschen zu warnen nicht müde, seien rassistische und sexistische Erzteufel, augesandt, die Linke zu zerschlagen, die Moslems zu vernichten und die Dritte Welt für den Imperialismus sturmreif zu schießen. In Wirklichkeit aber, so steht zu befürchten, ist alles noch viel schlimmer. So schmeichelhaft nämlich das Bild von den Männern und Frauen mit dem Masterplan zur Weltherrschaft ausfallen mag, so wenig wird ihm, was von den Antideutschen geblieben ist, auch nur annähernd gerecht. »Sie wollen«, stellte Wolfgang Pohrt hellsichtig fest, »nicht retten, sondern gerettet werden.« Was einmal mit dem Versprechen einer Kritik der politischen Ökonomie auf der Höhe der Zeit angetreten war, zieht sich, statt auf den Feldherrenhügeln zu thronen, inzwischen viel lieber die Bettdecke über den Kopf. Am wohlsten fühlt sich die Bewegung ganz bei sich selber. Und so lauscht man im gemütlichen Kreise den Greatest Hits vergangener Tage, sticht gemeinsam auf jene zärtlich gehegte Voodoopuppe namens ‚die Linke‘ ein und widmet sich ansonsten (wie jüngst anlässlich der Hamburger Demonstration gegen antisemitische Schläger) dem, womit sich jeder anständige Verein nun einmal am liebsten beschäftigt: wer dazugehören darf und wer nicht.
Dass die Antideutschen es geschafft haben, so langweilig, verbiestert, kurz: greisenhaft zu werden wie der Rest der Landsleute auch, daran haben sicherlich theoretische Fehler ebenso wie charakterliche Deformationen ihren Anteil. Wäre das jedoch alles, wäre die Diagnose nicht so niederschmetternd: Man müsste das ganze Unternehmen nur noch einmal, weiser und besser gewappnet, von vorne beginnen. Nur übersieht das, dass jede Wahrheit ihren Zeitkern hat, der nicht ewig tickt. Die Frage, materialistisch gestellt, müsste vielmehr lauten, was an der Theorie selber sie hat vergreisen lassen; und das geht nicht auf deren Subjekte, sondern deren Objekt. Es muss, mit anderen Worten, etwas an den deutschen Zuständen sein, das ihre Kritikerinnen und Kritiker so merkwürdig weltlos werden lässt; eine Weltlosigkeit, in welcher selbst die Reflexion auf Auschwitz nicht mehr vermag, durch Hass den Blick zu schärfen, sondern vielmehr zur Beschäftigungstherapie ausartet (welche sich wiederum mit anderen Hobbys, Islamstudien beispielsweise, auf das hervorragendste verbinden lässt). Gegen eine Gesellschaft ohne Zukunft taugt auch die Vergangenheit kaum mehr als Waffe: So lässt die seltsame Starre und Leblosigkeit der hiesigen Verhältnisse keinen ihrer Gegner unberührt. Gegen die kontemplative Rolle aber, zu der die Kritikerin sich verurteilt sieht, helfen weder weltpolitisches Fernfuchteln noch der Rückzug auf sichere Bastionen – ob auf die Klasse, das bürgerliche Individuum oder gleich den Liberalismus. Die narzisstische Kränkung, die es bedeutet, nicht mehr im Brennpunkt des politischen Weltgeschehens zu stehen, wäre vielmehr als negativer Vorschein derjenigen Hoffnung zu begreifen und zu entfalten, von der antideutsche Kritik einmal zehrte: dass dieses Land selber, in langsamem aber unaufhaltsamem Zerfall, aus dem Weltgeschehen fallen könnte.

Sympathisch übrigens: Auf dem Kongress wurde hörbar geraucht.

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Deutschlandwahn in der Popkultur. Zur Nationalisierung des Pop

Roger Behrens über Nationalismus im Pop. Dokumentiert sind Vortrag und Diskussion, die im Juli 2009 von Ums Ganze-Gruppen veranstaltet wurden. Interessant ist, wie Roger es schafft, dass einer der Ums-Ganze-Leute am Ende der Diskussion an seinem funktionalistischen Ideologieverständnis zweifelt.

Download: via Audioarchiv, via MF (2:45 h, 57 MB)

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Zur deutschen Ideologie. Entstehung der deutschen Identität bis 1918.

Der Arbeits- und Aktionskreis kritischer Studierender Kiel dokumentiert viele seiner früheren Veranstaltungen. Unter den hochwertigen Mitschnitten befindet sich auch dieser Leckerbissen von Gerhard Stapelfeldt zur Entstehung der deutschen Identität. Stapelfeldt gibt einen fundierten Abriss deutscher Ideologiegeschichte vom nationalen Liberalismus und der Gegenaufklärung des 19. Jahrhunderts (besonders Savigny, Fichte und List) bis zu den Autarkisten um 1914/18 und zum Nationalsozialismus.

Download: Nachbearbeitet (28 MB, 1:22 h)

Die Originaldatei ist leiser und 75 MB groß.

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»Nichts gelernt und nichts vergessen«: ein Schema zur Geschichte des Antizionismus in Deutschland

Das Freie Sender Kombinat Hamburg dokumentiert einen Vortrag Joachim Bruhns (ISF) zur Geschichte und Kritik des deutschen Antizionismus als politischer Erscheinungsform des Judenhasses, dessen ökonomische Ausdrucksform der Antisemitismus ist. Bruhn polemisiert in gewohnter Weise etwa 50 Minuten lang.

Download:
via FRN (46 MB), via Audioarchiv (17 MB), via MF (17 MB)

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Luthertum und Deutschtum

In einem weiteren Theorie Praxis Lokal-Vortrag mit dem Titel »Luthertum und Deutschtum – Protestation und Ausdruck einer Misere« setzen sich Peter Christph Zwi und ein Kollege sehr ausführlich mit der Ideologie Martin Luthers auseinander und setzen diese in Beziehung zu ihrer historischen Situation, um anschließend zu untersuchen, wie das Luthertum in der deutschen Geschichte fortwirkt. In diesem Zusammenhang sei nochmals hingewiesen auf den Vortrag von Andrea Woeldike, die in ihrem gemeinsam mit Holger Schatz verfassten Buch „Freiheit und Wahn deutscher Arbeit“ einen spezifisch deutschen Arbeitsbegriff untersucht, der von Martin Luther wesentlich bestimmt wurde. In dem Vortrag »Die Nichtbegreifbarkeit von Auschwitz« von Joachim Bruhn argumentiert dieser gegen die Rede eines deutschen Sonderwegs von Luther bis Hitler.

Hören und Download: bei archive.org oder MF: Vortrag, Diskussion

Zum Ankündigungstext des Vortrags

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»…dass… nichts Ähnliches geschehe.« Gesellschaftskritik nach Auschwitz

Der FreibÄrger stellt nun den zweiten Mitschnitt der Veranstaltungsreihe »Kritik und Krise« mit Martin Dornis zur Verfügung. Dieser versucht sich an einem Brückenschlag von Marx zu Adorno, von der Gesellschaftskritik des 19. Jahrhunderts zum kategorischen Imperativ, »Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.« Im Zentrum stehen dabei die geschichtlichen Wandlungen des Kapitals im Verhältnis zu seinem Staat vom Liberalismus bis zum Nationalsozialismus sowie die Bedeutung der Krise für die jeweiligen Verhältnisse und ihre Kritik. Zur Charakterisierung des Nationalsozialismus und seiner politischen Ökonomie referiert Dornis die Ansätze von Langerhans, Pollok, Neumann, Horkheimer, Adorno und heutiger »antideutscher« Theoretiker, ähnlich wie er es in seinem Vortrag über die Vernichtungsideologie des deutschen Nationalismus tat.

Download: via AArchiv | via MF (mp3, mono, 48 kBit/s; 27,1 MB; 1:18 h)

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Deutschland und die Herrschaft der falschen Freiheit

Die dieses Jahr vom bundesweiten »… um’s Ganze!«-Bündnis herausgegebene Broschüre »Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit« wurde viel diskutiert. Zum Abschluss des „Supergedenk- und Jubiläumsjahres“ 2009 soll hier deshalb zum einen ein Referat der Berliner Gruppe Theorie.Organisation.Praxis dokumentiert werden, zum anderen ein Mitschnitt der Radio Corax-Sendung Inkasso Hasso, die Beiträge zur Kritik der heutigen deutschen Zustände sowie zur Diskussion um die genannte Broschüre und die Gruppe TOP kompiliert.

  1. TOP Berlin: Deutschland und die Herrschaft der falschen Freiheit
    Download (mp3, mono, 48 KBit/s; 2 h; 41,6); in weiteren Formaten hier
  2. Inkasso Hasso (Dez 2009): Wie ist Deutschland heute zu kritisieren?
    Download (mp3; mono; 48 KBit/s; 2 h; 41,3 MB)

Siehe/höre auch: Diskussion u.a. mit TOP Berlin im FSK zur Spezifik des deutschen Nationalismus heute

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Die Stimme aus dem Off. Über Krise, Ausnahmezustand und Revolution

Wer gelegentlich einen Blick in die »antideutsche« »Zeitschrift in eigener Sache« »Prodomo« wirft, hat vielleicht Interesse an Philipp Lenhards Text »Die Stimme aus dem Off. Über Krise, Ausnahmezustand und Revolution« aus der aktuellen, zwölften Ausgabe. Negator hat ihn in seiner Sendung »Quergelesen« in ein hörbares Format gebracht. Gegen Ende wird auch der dummschwätzende Fernsehphilosoph Sloterdijk als „Prophet des Unheils“ kritisiert. Download (mp3, mono, 48 KBit/s; 21,3 MB; 1 h)

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