Tag-Archiv für 'marxismus–leninisms'

Zum 90. Geburtstag von »Geschichte und Klassenbewusstsein«

Georg Lukács und seine Rezeption für Einsteiger, Freunde und Kenner

1923 erschien mit der Aufsatzsammlung Geschichte und Klassenbewusstsein eine Art Gründungsdokument des späterhin so genannten »Westlichen Marxismus«. Für die Junge Panke/Helle Panke Berlin Anlass, ihr und ihrem Autor Georg Lukács einen Abend »in gepflegter salonbolschewistischer Atmosphäre« zu widmen. Nach »Zwanziger-Jahre-Arbeiterbewegungs-Chanson am E-Piano« referierten Patrick Eiden-Offe und Frank Engster im Kreuzberger Monarch über Biographie, Werk und Rezeption von Georg Lukács. Im Mittelpunkt stand neben dem berühmten Verdinglichungsaufsatz auch Lukács‘ zwiespältiges Verhältnis zur Partei- und Organisationsfrage, sein historisch bedingtes Schwanken zwischen eher linkskommunistisch-spontaneistischen Vorstellungen vom subjektiven Faktor und leninistischen Avantgarde-Konzepten.

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Kapitalakkumulation, überall – Das 20. Jahrhundert

Kurzbeschreibung: Hörbuch zum Abschnitt »Der verlorene Traum und der kapitalistische Furor« aus dem Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft (PDF, ~2,4 MB). Es geht darin vor allem um die nachholende Modernisierung der Sowjetunion und die nationalsozialistische Krisendiktatur.

Sendereihe: Sachzwang FM

Mitwirkende:
Moderation & Sprecher: Dr. Indoktrinator
Autor: Robert Kurz (EXIT!)

Links zum Beitrag: Beschreibung auf FRN

Gesamtlänge: 2 Stunden

Audiocharakteristika: mp3, mono, 40 kbit/s, 34,3 MB

Download: In einem Stück via AArchiv oder via Mediafire; oder in zwei je einstündigen Teilen: 1, 2.

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»Revolution oder Tod!?« Zur Kritik des Traditionsmarxismus/ML/Bolschewismus

Kurzbeschreibung: Kritischer Vortrag von Arno Netzbrandt, Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig, über den Leninismus, samt kurzer Diskussion. Veranstaltet und bereitgestellt von der Antifaschistischen Gruppe Braunschweig.

Gesamtlänge: 1:39 h

Audiocharakteristika: mp3, mono, 40 kbit/s

Download: Original bei Archive.org (ogg/mp3) oder Bearbeitung (selbe Länge, etwas lauter und kleiner: 28,4 MB)

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Maoismus und ML-Sekten

Kurzbeschreibung: Fritz Güde, Autor der »Stattzeitung« und Christoph Zwi, Mitautor des Buches »Situationistische Revolutionstheorie«, referieren im Rahmen des Negativen Nachmittags der Gruppe »Seltsamer Zusammenschluss« über die Kulturrevolution in China und die Erfahrung aus dem Maoismus und dem Marxismus-Leninismus in der BRD.

Audiocharakteristika: mp3, mono, 128 kbps (Gesamtgröße: 188.9 MB)

Gesamtlänge: 3h 45min

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Zum (schwierigen) Verhältnis von Kapitalismus und Antisemitismus

Fabian Kettner (Rote Ruhr Uni) hat auf dem Antifacamp 2007 in Oberhausen einen sehr interessanten Vortrag zum Verhältnis von Kapitalismus und Antisemitismus gehalten, der sich vor allem mit zwei Erklärungsmustern der nationalsozialistischen Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden auseinandersetzt, die dieser eine zugrundeliegende Rationalität unterstellen. Auch Texte zu dieser Problematik hat Kettner verfasst, z.B. »Die Zeugen der Anklage. Traditionslinien in Enzo Traversos Gesellschaftskritik«

Download: via AArchiv (1:07 h, 56 kbits, mono, 27 MB)

Ankündigungstext:

Logische Folge, Ausdruck, Verschleierung? Die Positionierung des Antisemitismus zum Kapitalismus.
Antisemitismus ist ein Wahngebilde, eines, in dem negative Erfahrungen der Menschen in der vergangenen wie gegenwärtigen Durchsetzung des Kapitalverhältnisses verarbeitet werden. Aber eben nicht einfach nur irgendwie verarbeitet, sondern auf eine bestimmte Art und Weise und mit einer bestimmten Richtung: von dem ablenkend und das verschleiernd, was die Individuen belastet – und eben auch: die Individuen weiter in das verstrickend, was sie unterdrückt. Der Antisemitismus ist so eine dramatische Inszenierung von Aufbegehren, in dem aggressiv vorgegeben wird, wie man fürderhin beherrscht werden möchte. Im Opfer, dem Juden, fällt all dies zusammen: Selbstermächtigung, Liquidierung des Verhassten, Herrschaft über andere und sich selbst. Zwischen Antisemitismus und Kapitalismus kann auf verschiedene Weise ein Zusammenhang hergestellt werden. Aber ist er auch dessen logische und notwendige Folge? Kann der Kapitalismus für den Antisemitismus verantwortlich gemacht werden? Bleibt er im Horizont des Kapitalismus befangen – oder sprengt er ihn? Wie positioniert sich der Antisemitismus zum Kapitalismus?

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